Besucht nicht die Färöer-Inseln

Vor zwei Jahren, in 2017, besuchte ich die Färöer Inseln. Damals waren diese noch relativ unbekannt. Es gab zwar schon einige bekannte Fotos von dort, aber es war noch nicht der große Hype.

Für den Nordland-Blog schrieb ich einen Gastbeitrag über die Färöer Inseln. Die Tage hat jemand diesen Beitrag kommentiert und aufgezeigt, wie es heute in 2019 aussieht.

Als wir 2017 die Färöer Inseln besuchten, konnten wir uns noch überall frei bewegen, ohne zusätzliche Eintritte, Gebühren oder ähnliches zu entrichten. Es war gerade wohl in Diskussion, dass für den Besuch der Insel Mykines eine kleine Gebühr entrichtet werden soll. Aber das war damals noch nicht aktuell. Jedenfalls haben wir für den Besuch dieser Spots, die Insel Mykines, den Leitisvatn, das Lighthouse auf der Insel Kalsoy u.a. keine extra Gebühr bezahlt.

In 2018 hat sich dies wohl dramatisch verändert. Für den Wanderweg am Leitisvatn müssen jetzt 60 Euro(!) bezahlt werden. Wer den Leuchtturm auf der Insel Kalsoy besuchen möchte, wird mit 445 DK (60 Euro) zur Kasse gebeten. Die Wanderung zum Strand bei Saksun wird mit 15 Euro abkassiert. Die Wanderung zum Dranganir darf nur noch mit Führer gemacht werden (Kosten DKK 550). Für den Besuch der Insel Mykines sind 100 DKK extra zu bezahlen. Eigentlich darf man sich auf den Färöer Inseln nicht mehr bewegen, ohne eine extra Gebühr zu bezahlen.

Wenn ich die Touren zusammen rechne, die wir in 2017 gemacht haben, dann hätten wir locker 300 bis 500 Euro extra für das Laufen auf irgendwelchen Trampelpfaden bezahlt.

Werbung und ihre Folgen

Sicher, einige Instagramer haben für den Hype auf den Färöer Inseln gesorgt. Aber auch Faroe Islands Tourism hat hier kräftig die Werbetrommel gerührt. Man erinnere sich an den 360 Grad Sheep View als Antwort darauf, dass die Färöer Inseln nicht in Google Street View sind. Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Also wenn man kräftig Werbung für das Land macht, dann darf man sich nicht wundern, dass die Anzahl an Touristen zunimmt. Gleichzeitig wurde aber überhaupt nichts für das Wegenetz getan. Als wir 2017 dort waren, war der Weg am Leitisvatn der einzige Weg, der etwas befestigt und angelegt war. Markierungen oder Wegweiser gab es überhaupt nicht. Da ist es dann auch kein echtes Wunder, wenn Touristen querfeldein laufen.

Ich war auch in Kontakt mit „Visit Faroe Islands“ (der offiziellen Tourismusorganisation) und die Problematik mit den Landeigentümern wurde bestätigt:

As I mentioned before there are plenty of hiking paths where visitors can hike freely.

And we are doing our best to advice the government in the right direction and are hoping the new regulations will be in favor for the visitors and the hikers.

It looks like you may have been misinformed by the one you call the “Chairman of Saksun”

You mention that the fee should be given as a compensation to the farmers. I need to inform you that the farmers are the once who are charging the fee. Unfortunately the farmers decide entirely themselves what the fee is.

Unfortunately we can´t force upon the farmers what to use the money for and can´t demand that they use their extra income for trails.

However we are working on and trying to advise the government to create a law where we can charge one single fee for the whole country. But the farmers, as well as people like the “chairman of Saksun” are working against us. Resulting in this matter to take longer time than expected.

Also bei der Einstellung der Landeigentümer glaube ich nicht daran, dass es zu einer einheitlichen Lösung kommen wird. Jedenfalls nicht so schnell. Ich weiß nicht, welche vielen Wanderpfade hier gemeint sind. Es gibt wohl eine Liste von Touren, die nur mit Führer begangen werden dürfen. Und das sind etwa 25. Viel mehr Wandertouren gibt es nicht auf den Faroe Inseln.

Gegen Abzocke

Ich habe Verständnis dafür, dass man z.B. eine Kurtaxe bezahlt. Eine Gebühr, die in Summe für den Erhalt der Infrastruktur verwendet wird. In den Alpen gibt es tausende Kilometer Wanderwege. Die meisten werden von den Alpenvereinen (DAV, CAI, CAF) betreut und instand gehalten. Ich habe auch Verständnis dafür, dass z.B. für den Zutritt zu einem Nationalpark eine entsprechende Gebühr zu bezahlen ist. Aber für das Gehen auf einem Weg, der etwa drei Kilometer lang ist (Kalsoy Lighthouse) 60 Euro abzudrücken, das ist eine absolute Frechheit. Zudem die Besucher, die die Fähre auf die Insel nehmen, darüber nicht einmal vorab informiert werden und dann, vielleicht ohne ausreichend Geld dabei zu haben, am Beginn des Wanderwegs stehen.

Auch Island hatte in den letzten Jahren mit einer enormen Zunahme des Tourismus umzugehen. Doch mir ist nicht bekannt, dass man nun hier für das Begehen von Wegen extra zu bezahlen hätte.

Es gibt nur eine Konsequenz

Wie gesagt habe ich keine Problem damit, einen finanziellen Beitrag zum Erhalt der Infrastruktur zu leisten. Am letzten Wochenende war ich gerade am Sustenpass. Dort musste ich 5 Franken bezahlen, um eine Alpstrasse mit dem Auto zu befahren. Aber 60 Euro für drei Kilometer Trampelpfad (kein angelegter Wanderweg) das ist pure Abzocke im extremsten Maße. Und liest man die Beiträge dazu, erkennt man, dass es auch überhaupt nicht um den Ausgleich eines Schadens geht. Es geht auch nicht darum, mit den Einnahmen Wanderwege zu erstellen. Es geht einzig und alleine darum, Geld aus dem Tourismus zu ziehen. So haben die Landeigentümer von Saksun gesagt, dass andere genug am Tourismus verdient hätten und nun sie an der Reihe wären. Gerade beim Begehen des Strandes von Saksun wird auch überhaupt kein Schaden verursacht – mit der nächsten Flut sind die Spuren der Wanderer verwischt.

Derzeit ist es wohl oft auch überhaupt nicht ersichtlich, was erlaubt ist und was nicht und welche Gebühren ggf. erhoben werden wie dieser Blog-Beitrag auf Polarworld zeigt.

Bekanntlich macht der Ton die Musik. Alleine diese Überschrift macht klar: Touristen sind nicht willkommen. Es gibt nur eine Möglichkeit sich gegen diese Frechheit zu wehren: Boykott!

Ich hätte gerne in 2020 die Färoer Inseln geplant. Doch unter diesen Gesichtspunkten ist das für mich ein No-Go.

17 Gedanken zu „Besucht nicht die Färöer-Inseln“

  1. Das ist wirklich eine Unverschämtheit! Leider eine sehr unschöne Entwicklung. Hinzu kommt das jährliche Abschlachten von Walen auf den Färöer Inseln als Freizeitspaß!

    Einfach mit den Füßen abstimmen: Es gibt noch andere tolle Ziele!

    Suitbert Monz

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    • Suitbert Monz, Du bist ein verdammter deutsche Egozentriker, der die Welt nur mit seinen Kategorien misst. Die Bevölkerung der Faröer, jahrhunderte lang extrem arm, jagte und aß das, was die Inseln und das Meer hergaben. Der Walfang wird dort sehr naturverantwortlich betrieben. Und die dummen Tierschützer, die Meinungen haben, aber keine Ahnung von fremden Gesellschaften, sollten sich jeglichen Kommentar über den Walfischfang auf den Faröern verkneifen. Aber das ist zuviel Intelligenz, die man von den PETA Sympathisanten erwarten kann.

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  2. Ihr letzter Absatz Ihres Berichtes ist doch genau der Zweck, den auch andere überlaufende Touristenziele (Venedig, Balearen etc.), der erreicht werden soll. Ich würde mich auch gegen eine solche „Vereinnahmung“ mit allen Mitteln wehren. Tourismus ist Umweltverschmutzung!

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    • Ich denke der Fall ist hier etwas anders gelagert. Ich denke nicht, dass die Färöer Inseln bereits heute durch Tourismus so belastet sind wie z.B. Island oder die Lofoten. „Visit Faroe Island“ macht ja auch kräftig Werbung für den Besuch der Färöer Inseln. Das Problem besteht hauptsächlich darin, dass es auf den Färöer Inseln praktisch keine öffentlichen Wanderwege gibt. D.h. sobald man die Straße verlässt, befindet man sich auf Privatgrundstück. Den Grundstückseigentümer geht es primär darum, am Tourismus mit zu verdienen. Da es hier keine Regelungen gibt, gibt es auch so Unterschiede wie DKK 100 zum Strand bei Saksun und DKK 450 zum Kalsoy Lighthouse.
      Wenn es darum gehen würde, (gesteuert) die Besucherzahlen zu regulieren, wäre dies teilweise einfach. Z.B. könnte man die Anzahl Fahrgäste, die täglich mit dem Schnellboot auf die Insel Mykines kommen, limitieren. Gleiches wäre an der Fähre auf die Insel Kalsoy möglich.
      Gebühren als Stellschraube zu verwenden, finde ich sehr fragwürdig. Wäre es dann (zu Ende gedacht) nicht vielleicht so, dass sich nur noch die, die es sich leisten können, bestimmte Orte besuchen könnten?
      Sicher kann man auch darüber diskutieren, wie umweltschädlich Tourismus ist. Andererseits muss man sehen, welchen Anteil der Tourismus an der Wertschöpfung hat. In Spanien immerhin 11%.

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  3. Tja, Beiträge zum Themenfeld „Kosten für den Besuch touristischer Ziele“ wird es in Zukunft bei weiter steigenden Zahlen von Reisenden wohl häufiger geben. Ich denke hier gilt einfach die alte Gleichung von Angebot und Nachfrage. Wenn weiterhin genug Besucher bereit sind, die von den Farmern verlangten Preise zu bezahlen, weil es ihnen das Erlebnis wert ist, dann werden die Summen so hoch bleiben. Falls nicht und niemand oder kaum noch jemand kommt, wird man die Preisgestaltung vielleicht noch mal überdenken.
    Es gibt ja Beispiele genug für sinkende Besucherzahlen nach stark angehobenen Preisen. Wobei es zu einzigartigen Orten natürlich keine Alternative gibt. Entweder man möchte selbst hin und zahlt, oder man entscheidet sich für ein anderes Ziel.

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  4. Wir sind erst kürzlich von den Färöern zurück gekommen. Wir waren das erste Mal dort. Leitisvatn haben wir weggelassen, es gibt genug gleichschöne Ziele dort und man hat ja auch nur 10 Tage Zeit, wenn man wie wir mit der Fähre kommt. Es ist ein sehr teures Land und man kann es mit keinem anderen Urlaubsland vergleichen. Unser gemietetes Bootshaus hätte bei uns wahrscheinlich gar nicht vermietet werden dürfen, dort haben wir 80 Euro pro Tag dafür bezahlt. Aber wir brauchen nicht so viel Luxus und fanden es trotz alledem irgentwie wunderschön vor allem der Ausblick. Wir haben viele schöne Wanderungen ohne Führer und ohne Geld gemacht. Klar, in Saksun haben wir auch bezahlt ;). Aber dafür sind die Fähren mehr als preiswert und für 35 Euro pro Person Hubschrauber fliegen kann man auch nicht überall. Wir haben unser Essen komplett mitgemommen und nur Kleinigkeiten gekauft und sind zu dem Resümee gekommen, das wir im Urlaub noch nie so wenig Geld ausgegeben haben wie hier, ganz einfach weil man nichts kauft, weil alles sehr teuer ist. Wenn man sich darauf einstellt, dann habt ihr wie wir einen wunderschönen Urlaub mit unbezahlbaren Eindrücken und Bildern im Kopf. Und wenn mir die Touristen durchs Grundstück trampeln, würde ich das auch nicht toll finden. Denen ihre Resourcen sind halt auch nicht sehr groß. Und in der Outmark kann ich laufen wohin ich will. Mit Führer ist nur zum Schutz vor Unfällen, den manchmal ist es wirklich gefährlich.

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    • Danke für deinen Eindruck. Die Hubschrauberflüge sind so günstig, weil es subventioniert ist – eigentlich ist der Hubschrauber für die Einheimischen gedacht. Als wir im Mai 2017 waren, war kein Flug möglich (alles ausgebucht). Es werden nur leere Plätze ggf. mit Touristen aufgefüllt. Ich hatte den Beitrag ausnahmsweise auch auf englisch veröffentlicht. Hier hat jemand kommentiert, dass er 450 Euro für einen Führer hätte bezahlen sollen…
      Das Problem ist, dass Visit Faroe Islands derzeit keine Lösung hat. Sie versuchen eine Lösung in Zusammenarbeit mit den Landbesitzern zu finden. Aber die haben die Einstellung „Jetzt sind wir dran“ (zu verdienen)

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  5. Ja bitte, bleibt weg von den Färöern, ihr Instagram Junkies mit Euren Bucket-Lists. Dann wird vielleicht EIN schöner Fleck auf diesem Planeten überleben und nicht von Touristen plattgetrampelt und zugemüllt.

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    • Alles sehr seltsam. Ich war im Mai 2000 und im Juni 2013 auf den Färöern, auf folgenden Wanderungen waren wir die einzigen Wanderer: Tórshavn-Kirkjubøur, auf den Slaettaratindur, an die Lagune von Saksun, am Leitisvatn entlang zum Bøsdalafossur, Trøllanes-Leuchtturm Kalsoy.
      Auf folgenden Wanderungen sind wir jeweils bis zu maximal fünf Menschen begegnet: Nolsoy Ort-Nolsoy-Leuchtturm, Sandur-Skopun, vom Parkplatz zur alten Tingstätte auf Suduroy, auf den Hausberg von Klaksvík (Knokkur hieß der glaub ich).
      Das sprengt irgendwie komplett meine Vorstellungskraft, dass sich da heute die Massen tummeln?
      Ich würde dir, Kay, Recht geben. Ich war vor ein paar Jahren auf einem internationalen Seminar in Deutschland, das unter anderem von einer schwedischen Trainerin geleitet wurde. In einer Mittagspause schwärmte ich von der Schönheit Lapplands. Da fuhr sie mir fast über den Mund: „Don’t you tell anyone!“ Sie meinte, die Schönheit Lapplands ließe sich nur erhalten, wenn wenige Leute davon wissen und diese empfindliche Landschaft nicht überrennen. Ich denke, sie hatte Recht und ähnlich ist es mit den Färöern.

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      • Ja, so schnell kann sich das ändern… Als ich 2017 dort war (Mai/Juni) hatte man bei Saksun gerade einen neuen Parkplatz für Busse fertiggestellt. Bei unserer Wanderung zum Strand waren ca. 20 – 30 Personen unterwegs. Bei der Überfahrt zur Insel Mykines war das Schiff voll. War nur etwas dem schlechten Wetter zu verdanken, dass es am Lighthouse dann nur etwa 10 – 20 Personen waren.

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    • Hallo Peter,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hatte es auch schon auf dem Kommentar von Kay geschrieben: (Aber offensichtlich fehlt es am Leseverständnis des Beitrags insgesamt) – ich bin sicher kein typischer Instagramer. Ja, ich bin auch auf Instagram. Wenn du mal schaust siehst du, dass ich dort (Stand heute 19.02.2020) gerade mal 193 Abonnenten habe. Also ich, mit meinen Aktivitäten auf Instagram, bewege kaum Menschen irgendeinen Photospot zu besuchen.
      Punkt 2: Inzwischen bin ich dazu gekommen, dass ich beim Zeigen von Fotos auf Instagram, Facebook, Flick, 500px oder wo auch immer nicht mehr sage „wo“ das Foto gemacht wurde. Sondern schreibe etwas über Stimmungen, Erlebnis oder what ever.
      Zuletzt: Wie viele hast du den Blog-Beitrag nicht verstanden: Mir geht es im Beitrag nicht so sehr um die Instagramer oder andere, die viele andere Menschen zu einem Spot ziehen.
      In dem Beitrag geht es darum, wie die Faroe Inseln mit der Veränderung umgehen. Island z.B. hat in den letzten Jahren ja auch einen unglaublichen Hype erlebt. Beispiel das Musikvideo von Ed Sheeran in Island das hunderte (oder vielleicht tausende) an den Spot in Island gezogen hat. Mich ärgert es auch enorm, wenn Leute trotzdem an solchen Plätzen mit der Drohne fliegen, um ein Foto zu machen.
      Island reagierte auf den Zustrom darin, dass feste Wege eingerichtet wurden, wo nötig das Verlassen der Wege verboten und auch ein Drohnen-Verbot an verschiedenen Plätzen ausgesprochen wurde.
      Das sind alles Maßnahmen, die vollkommen o.k. sind.
      Aber auf den Faroe Inseln sehe ich im Moment das System „Wilder Westen“ – jeder Grundstückseigentümer macht was er möchte (und das hat viel mit Neid-Mentalität zu tun).
      Dieser Beitrag ist bisher der einzige, den ich auch in Englisch geschrieben habe (https://natur-photocamp.de/do-not-travel-to-the-faroe-islands/). Lese mal den Kommentar von Paul unter meinem Blog-Beitrag. Er hätte 450 Euro pro Person(!) für die geführte Wanderung Richtung Dranganir bezahlen sollen. Der angebliche Führer kam dann nicht einmal zum vereinbarten Zeitpunkt zum Treffpunkt.
      Was ich hier eben speziell kritisiere ist, dass es auf den Faroe Inseln offensichtlich kein übergreifendes Konzept gibt. Die für Tourismus zuständigen Behörden werben wie verrückt auf den Social-Media Kanälen und die privaten Grundstückseigentümer laufen Amok (übertrieben ausgedrückt).
      Diese „Wild West Menthalität“ kritisiere ich mit meinem Beitrag. Nicht die Tatsache, dass die Faroe Inseln populär werden. Lesen bildet….

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  6. Ich hatte auf den Färöer ähnliche Erlebnisse wie Thomas. So wurden einzelne Mitglieder unserer Gruppen nach dem „Aufstieg“ vom Dorf Richtung Mykines Leuchtturm zur Kasse gebeten. Die „Kassierer“ waren nicht als Offizielle erkennbar, sonder sprachen uns an und forderten Geld,- wie Wegelagerer. Auf unseren Hinweis, man hätte dies doch schon am Ausgangspunkt der Fähre oder zumindest am Fuße des „Berges“ bekannt machen können, gab es nur die Antwort: „Zahlen oder umkehren“.
    Aehnliches erlebten wir auf einer Farm in Saksun. Der Farmer hatte einen Parkplatz angelegt, ohne Hinweis, dass eine Gebühr zu bezahlen sei. Es hatte den Anschein nach öffentlichem Grund. Als wir fotografieren wollten, attackierte er uns mit Beschimpfungen, ohne uns aufzuklären, wofür wir was an wen zum bezahlen sollten. Er war schlicht weg aggressiv.
    Wir schilderten beide Fälle unserer Agentur in Torshavn und bekamen zur Antwort, das sei ihnen sehr unangenehm, aber es sei halt ein Problem, an den man arbeite. Entsprechend unsicher bewegten wir uns in den folgenden Tagen über die Inseln.
    Natürlich ist eine Regulierung der Touristenbewegungen erforderlich, ab dies ist Sache der Reisziele. Auf der einen Seite wird großspurig geworben für wunderbare Welten und es werden immer mehr Hotels gebaut und Attraktionen offeriert.
    Diese Regulierungen sind Sache der Einheimischen, Besucher wissen nicht, ob nun zu wenige oder zu viele Menschen anreisen werden.
    Da steht Geldgier gegen gegen Tourismus-Verteufelung.

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    • Da kenne ich ein gutes Mittel – das überall so bekannt machen wie hier. Überall das asoziale Verhalten anprangern. Wäre ich so erfolgreich auf Instagram würde ich alle Leute davon abhalten da hinzufahren, Solange bis diese Depoen keine müde Mark mehr sehen.

      Danke fürs teilen, wollte eigentlich nächstes Jahr nochmal nach Island und das mit den Faröern verbinden, bei diesem Bericht nehme ich dankend Abschied von der Vorstellung.

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