Zwei intensive Tage am Wasser

Natur-Photocamp Workshop
Auf der Suche nach dem richtigen Objektiv.

Nachdem ich wieder etwas ausgeschlafen bin, möchte ich etwas über meinem letzten Workshop schreiben. Am letzten Wochenende fand mein Workshop „Landschaftsfotografie am Bodensee“ statt.

Im Workshop ging es dabei Tipps und Tricks zu lernen, wie man bessere Aufnahmen am stehenden und fliessenden Wasser macht. Ein Schwerpunkt war dabei der Einsatz von Filtern (Polfilter, Graufilter, Grauverlaufsfilter).

Am Freitagabend hatten wir uns zum Kennenlernen und für den ersten Theorieteil getroffen. In der Theorie wurden Tipps zur Ausrüstung, Objektivwahl und zu Filtern gegeben. Die Grundlagen, welcher Aufnahmemodus in welchen Situationen besser geeignet ist, welchen Einfluss unterschiedliche Belichtungszeiten auf das Bild haben und weitere Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Ergebnis waren Thema.

Am Samstagmorgen starteten wir um fünf Uhr. Sonnenaufgang war kurz nach sechs. Mit dem Boot ging es zur Marienschlucht. Verschiedene mögliche Perspektiven wurden besprochen und dann suchten sich die Teilnehmer des Workshops eigene Bildausschnitte. Die Aufnahmen wurden gleich besprochen. Was kann man besser machen, welchen ISO-Wert und welche Blende sollte man wählen.

Leider versteckte sich die Sonne etwas hinter den Wolken. Trotzdem hatten wir interessante Lichtstimmung. Ein Schwanenpaar bereicherte den Morgen, indem es ganz nah an die Fotografen kam. Da war für Tierportraits kein Tele-Objektiv nötig.

Zurück in Bodman nahmen wir uns zuerst Zeit für eine kurze Frühstückspause. Dann ging es an den Dettelbach, wo wir fliessende Gewässer fotografierten. Auch hier wurden gemeinsam unterschiedliche Spots besprochen und Tipps dazu gegeben.

Fliessende Gewässer waren ein Teil des Workshops
Fliessende Gewässer waren ein Teil des Workshops

Die Mittagspause fiel dann etwas länger aus. Schliesslich waren wir schon seit mehr als sechs Stunden auf den Beinen. Zeit für eine warme Dusche oder ein Nickerchen.

Am Nachmittag ging es dann an den Mindelsee. Der Mindelsee ist ein Moorsee und liegt in einem Naturschutzgebiet. Er ist ein besonderer Ort für eine Vielzahl von Pflanzen. Trotz einiger Regentropfen konnten einige schöne Aufnahmen gemacht werden.

Zum Sonnenuntergang hatten wir dann wieder mehr Glück mit dem Wetter. Dazu fuhren wir nach Hegne. Neben dem Sonnenuntergang konnten wir die einzigartigen Bodensee-Vergissmeinicht fotografieren. Zurück waren alle recht müde von dem langen Tag und der Theorieteil zur Bildbearbeitung in Adobe Lightroom musste etwas kürzer ausfallen.

Sonntagmorgen ging es dann noch einmal früh raus. Diesmal war das Strandbad in Bodman unser Ziel. Leider versteckte sich die Sonne wieder etwas – diesmal hinter einem Nebelvorhang. Trotzdem gab es wieder besondere Naturerlebnisse am Wasser. Ein brütender Schwan, Haubentaucher bei der Paarung und andere Wasservögel. Und plötzlich lichtete sich dann der Nebel und die Sonne strahlte von einem blauen Himmel.

Nach der Frühstückspause fuhren wir zum Blütenweg nach Sipplingen. Inzwischen hatten wir wolkenfreien Himmel und mit dem Regentropfen vom Vorabend auf den Blüten gelangen besonders schöne Aufnahmen mit dem Bodensee im Hintergrund.

Es waren zwei intensive Tage voller Überraschungen – aber so ist das eben, wenn man in der Natur fotografiert. Mir hat es viel Spass gemacht und ich denke den Teilnehmern auch.

Natur-Photocamp Workshop
Sonnenuntergang beim Workshop mit dramatischer Wolkenstimmung

 

2 Gedanken zu „Zwei intensive Tage am Wasser“

  1. Hallo,
    als Teilnehmerin dieses Workshops möchte ich mich auch noch kurz zu Wort melden-mittlerweile bin ich auch wieder ausgeschlafen und die meisten Aufnahmen sind „gesichtet.“ Die Ergebnisse sind beachtlich. Mir wird dabei deutlich, wie groß der Unterschied zu meinen bisher gemachten Fotos ist. Viel theoretisches Grundwissen hat mir der Workshop vermittelt-sehr gut war und ist auch das vorab übermittelte Hand-out, übrigens jetzt als „Nachschlagewerk“ sehr wertvoll. Als fast genauso wichtig empfinde ich allerdings die vielen kleinen, an den Praxistagen gegebenen Tipps und Tricks. Persönlich übermittelte Erfahrungswerte, die einfach kein Buch ersetzen kann!
    Freude am Fotografieren hatte ich natürlich auch schon vor dem Workshop, klar. Doch macht die Umsetzung des Gelernten jetzt richtig Spaß und das, was dabei raus kommt ist beeindruckend. Vielen Dank!!! Freu mich auf neue Infos und Termine!

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  2. „Ein glücklicher Augenblick ist wie ein taufrischer Morgen im Sonnenschein:
    erquickend, märchenhaft schön und voller Lichtblicke.“

    Auf solche Glücksmomente darf ich zurückschauen, wenn ich an diesen Workshop denke…
    Was wir alles gemacht haben hat Thomas ja schon beschrieben. Hier ein paar persönliche Highlights:
    Am ersten Morgen mit dem Boot raus zur Marienschlucht, mit Kaffee an Bord 😉 – beobachten und festhalten von „zutraulichen“ Wasservögeln – erleben wie der Tag erwacht, sich das Licht verändert…und lernen, wie ich das jetzt am besten in einem Bild umsetze – Märchenwelten im Bachbett entdecken…und was ich da mit dem Polfilter alles machen kann 😉 – ein glücklicher Augenblick am Nachmittag auf dem Weg zum Mindelsee, wo die Sonne nach dem Regen durchbricht und eine wunderbare Stimmung zaubert, kleine Wassertropfen ins Rampenlicht setzt…was für ein Vorrecht, solche Lichtblicke festhalten zu können…mit der Kamera und im Herzen.
    Thomas hat es verstanden, uns sehr gut ins Thema einzuführen mit einem sehr gut aufgebauten Handout das gespickt ist mit Praxistipps aus erster Hand und somit viel mehr ist als einfach Theorie. Die Hilfestellungen an Ort und Stelle haben mir oft die Augen geöffnet fürs „bessere Bild“ und neue Sichtweisen aufgezeigt.
    Meine ersten Gehversuche mit dem Lightroom-Programm habe ich auch erfolgreich hinter mich gebracht, und kann nun noch lange zehren von diesen Glücksmomenten! 🙂 Danke! An Thomas und auch an Angela und Dorte…war toll mit euch unterwegs zu sein!

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