Graufilter / Grauverlaufsfilter – eine aktuelle Übersicht

Das Fotografieren mit Graufiltern und auch Grauverlaufsfiltern scheint in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen zu haben. Ich spreche hier von Steckfiltern – nicht von Schraubfiltern. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass in diesem Bereich einige neue Marken und Produkte in den letzten ein bis zwei Jahren auf den Markt gekommen sind.

Ich habe ja schon einige Blog-Beiträge zu dem Thema geschrieben und zahlreiche Vergleiche und Tests durchgeführt. Deshalb möchte ich einmal eine aktuelle Übersicht geben, was denn auf dem Markt angeboten wird. Dabei werde ich verschiedene Qualitätskriterien betrachten. Die wichtigsten Qualitätskriterien sind:

  • Farbneutralität
  • Robustheit (Kratzfestigkeit)
  • Glas-Qualität
  • Vignettierung

Warum Farbneutralität wichtig ist, sollte wohl klar sein. Trotzdem noch einmal, auch weil immer wieder in Foren geschrieben wird „dann kann ich das in der Entwicklung korrigieren“. Leider geht das mit dem Korrigieren der Farbverschiebung nicht so einfach und selten gut. Bei Grauverlaufsfiltern ist es besonders schwierig – da müsste man ja den Übergang auch wieder finden. Außerdem verwendet man ja Grauverlaufsfilter, um sich Bildbearbeitung zu sparen – also mit einer Aufnahme gleich ein optimales Ergebnis zu erzielen.

84dot5 0.9 HE Sonnenuntergang
Sonnenuntergang mit Grauverlaufsfilter (0.9 HE) von 84dot5

Immer wieder angesprochen wird auch die Kratzfestigkeit. Klar, werden Filter verwendet, nimmt man sie aus der Tasche, schiebt sie wieder hinein und verwendet sie auch oft an Plätzen wo man Sand hat (Strand). Da kann dies ein Thema sein. Diesbezügl. kann man drei Materialien unterscheiden, die verwendet werden:

  • Resin
  • Organisches Glas (CR39)
  • Mineralisches (anorganisches) Glas

Hard Resin und CR39 sind praktisch das Gleiche. CR39 ist vom Hersteller PPE. Das ist also wie mit Tesa und Klebeband, oder Plexiglas und Acrylglas, oder Tempo und Taschentuch. Ein Acrylglas muss nicht die gleiche Qualität wie Plexyglas haben, wie auch ein Klebeband nicht so gut sein muss wie Tesa. Hard Resin eines xy-Herstellers kann so gut sein wie CR39 – kann auch schlechter aber auch besser sein.

Jedes Mal, wenn ein Lichtstrahl durch einen zusätzlichen Filter vor dem Objektiv hindurch muss, besteht die Gefahr der Ablenkung. Ebenso können vom Objektiv reflektierende Lichtstrahlen wieder auf den Filter treffen. Es sollte also ein optisch hochwertiges Material sein, um Reflektionen zu vermeiden, und die Schärfe nicht negativ zu beeinflussen.

Allen Steckfiltern ist gleich, dass sie etwa 2 mm dick sind. Wobei meine persönliche Erfahrung bisher ist, dass die Cokin Filter etwas dicker als die der anderen Hersteller sind (vielleicht 2,1 mm).

Cokin

Cokin ist ein Unternehmen aus Frankreich und schon sehr lange mit Steckfiltersystemen auf dem Markt. 2010 wurde Cokin von Kenko-Tokina übernommen. Sie gelten als günstige Marke für den Einstieg. Cokin bietet mittlerweile vier unterschiedliche Systeme, die sich vor allem hinsichtlich der Breite der Filter unterscheiden.

  • A-Series (67mm)
  • P-Series (84mm)
  • Z-Pro (100mm)
  • X-Pro (130mm)

Für eine Kamera mit APS-C Sensor wird man in Verbindung mit einem Ultraweitwinkelobjektiv (10 – 14 mm Brennweite) ein 100mm System benötigen. Bei 20mm Brennweite dürfte die P-Series ausreichen. Das 100 mm System ist das gebräuchlichste und meist verbreitete System. In der Regel reicht das auch an Kameras mit Sensor im Kleinbildformat. Eine Ausnahme sind extreme UWW-Brennweiten wie z.B. das Nikon 14 – 24 mm. Da benötigt man ein System wie z.B. das X-Pro von Cokin oder ein 150mm System.

Cokin hat das breiteste Angebot an Filtern. Es gibt auch Weichzeichner-Filter oder farbig eingefärbte Filter von Cokin.

Den neutralen Graufiltern (ND Filter) und den Graufverlaufsfiltern (GND) wird von allen Herstellern die stärkste Farbverschiebung nachgesagt. Dafür bekommt man ein Set mit drei ND Filtern für etwa 34 GBP ( ca. 45 Euro).

Nach Rückfrage beim Hersteller sind die Cokin-Filter aus CR39. Die neuen NUANCES Filter (nur ND Filter) sind aus Schott Glas. Die NUANCES ND Filter liegen preislich zwischen 150 und 180 Euro.

Link zum Hersteller: http://www.cokin.co.uk/

Formatt Hitech

Formatt Hitech ist ein Hersteller aus England, der schon länger auf dem Markt mit einem Steckfiltersystem vertreten ist. Lange Zeit galten die Filter von Formatt Hitech als gehobene Einsteigerklasse.

Leider hat die Standard-Qualität von Formatt Hitech auch einen auffallenden Magenta-Stich weshalb sie bei mir recht bald wieder aussortiert wurden.

Im letzten Jahr hat Formatt Hitech nachgelegt und eine hochwertigere Serie dem Programm hinzugefügt. Die Firecrest Serie von Formatt Hitech liegt dann aber preislich deutlich über den Standard-Filtern. Ein mittlerer ND Filter der Firecrest Serie in der Breite 100mm kostet etwa 120 Euro. Aus der Standard-Serie kostet der gleiche ND Filter etwa 35 GBP (ca. 46 Euro).
Formatt Hitech bietet die Filter mit entsprechenden Haltern mittlerweile in den Breiten 100mm, 150mm und 165mm an.

Die Standard-Serie ist aus Resin während die Firecrest-Serie laut Hersteller aus Glas hergestellt wird (wobei sie nur „Glas“ schreiben – ob mineralisches oder organisches ist unklar).

Link zum Hersteller: http://www.formatt-hitech.com/

Haida

Aus China kommt die Marke Haida die erst mit Schraubfiltern auf den europäischen Markt kam und in den letzten Jahren auch quadratische (ND Filter) und rechteckige (GND) Filter anbietet.

Haida Filter sind laut Herstellerseite aus optischem Glas hergestellt. Auf Nachfrage per E-Mail antwortete mir Haida, dass es sich um mineralisches Glas handeln würde. Das bestätigt auch meine Erfahrung… In meinen Vergleichen schnitt der Graufilter sehr positiv ab. Er ist recht farbneutral, relativ kratzfest und das Glas scheint auch von einer guten optischen Qualität zu sein.

Haida bietet drei Systeme (Breiten) an – das 83mm, das 100mm und das 150mm System. Für jedes System wird auch ein eigener Filterhalter angeboten.

Ein ND 3.0 Filter aus der 100mm Serie kostet ca. 90 Euro. Ein Grauverlaufsfilter kostet ca. 110 Euro. Neben Grau- und Grauverlaufsfilter werden auch noch Infrarotfilter als Steckfilter angeboten.

Recht interessant sind die neuen Adapterringe von Haida. In die Adapterringe kann ein Polfilter geschraubt werden, der speziell für dieses System von Haida erhältlich ist. Der Polfilter hat einen Durchmesser von 92 mm. Man erhält ihn einzeln oder im Set mit Filterhalter.

Link zum Hersteller: http://www.haidaphoto.com

84dot5 (oder 84.5)

84dot5 ist ursprünglich ein slowenisches Startup (2011 gegründet) ist aber mittlerweile für Europa in Pystian (Polen) angesiedelt. Laut Hersteller sind die Filter aus organischem Glas hergestellt. Laut der Internetseite von ZEISS hat organisches Glas eine geringe Oberflächenhärte und muss, um eine vergleichbare Härte wie Glas zu erreichen, hartbeschichtet werden. Aus der Internetseite von 84dot5 geht nicht hervor, ob eine solche Hartbeschichtung erfolgt.

84dot5 bietet die beiden System 84,5 mm und 100mm. Der Filterhalter scheint ein Zukauf-Produkt von Cokin zu sein.

Nach meinen Tests hat der Grauverlaufsfilter eine mittlere Farbverschiebung Richtung Magenta.

Für das 100 mm System gibt es nur einen ND 3.0 Filter. Für das 84,5mm System ist die Auswahl größer – hier gibt es auch farbige Verlaufsfilter. Der ND 3.0 Filter kostet ca. 130 Euro. Ein Grauverlaufsfilter für das 100mm System kostet ca. 50 Euro.

Link zum Hersteller: http://www.84dot5mm.com

LEE Filters

LEE Filters ist ein renomierter britischer Hersteller für Filter und Filterfolien. Mittlerweile werden von LEE drei Systeme angeboten: Seven5 (75mm breit), 100mm und SW150 (150mm breit).
Die Informationen bezügl. des verwendeten Materials sind etwas verwirrend. Der deutsche Distributor Calumet Photo schreibt, die Filter sind aus Resin. LEE schreibt auf seiner Webseite, dass das Material bei ND Filtern und einigen Verlaufsfiltern Glas wäre. Nach Rückfrage bei LEE ergibt sich folgende Info: Der Big Stopper und der Little Stopper sind aus mineralischem Glas. Die 0.3 bis 1.2 ND Filter und alle GND Filter sind aus Resin.

Die LEE Filter haben allgemein einen leichten Blaustich der sich bei zunehmender Dichte verstärkt. Besonders auffallend ist dies beim LEE Big Stopper (ND 3.0).

Ein mittlerer ND Filter (100mm) kostet etwa 150 Euro. Ein Verlaufsfilter für das 100mm System kostet ebenfalls etwa 150 Euro.

Link zum Hersteller: http://www.leefilters.com

Steckfilter von vorne betrachtet. Hier das Lee Foundation Kit.
Steckfilter von vorne betrachtet. Hier das Lee Foundation Kit.

Lensinghouse

Lensinghouse ist ein deutscher Hersteller und wird exklsiv über Isarfoto vertrieben (Der Geschäftsführer ist in beiden Fällen Klaus Bothe).

Die Filter von Lensinghouse sind aus CR39 – einem organischen Glas. Also aus dem gleichen Material, wie die Filter von 84dot5 oder LEE. Lensinghouse Filter sind mit einer 7-fachen Anti-Reflex-Nanobeschichtung vergütet. Entsprechend dem Lotuseffekt sind die Filter wasser- und schmutzabweisend.

Vergleich Lee Lensinghouse
Vergleich Lee Lensinghouse (links ohne Filter, Mitte Lensinghouse ND 3.0, rechts LEE Big Stopper)

Die Filter werden in 100mm und 150mm Breite angeboten. Bei den Grauverlaufsfiltern beschränkt man sich auf die Dichtestufen 0.6 und 0.9 die mit hartem und weichen Übergang und der 0.9 noch als Reverse Grad angeboten werden.

Ein ND Filter mit 100mm kostet etwa 180 Euro, ein Grauverlaufsfilter aus dem 100mm System kostet etwa 200 Euro. Der hohe Preis der Lensinghouse Filter mag manchen erschrecken doch in Puncto Farbneutralität sind es die besten, die ich bisher gesehen habe.

Link zum Hersteller: http://www.lensinghouse.de

Eine kleine Tabelle erleichtert das Umrrechnen. Unten ein Steckfilter.
Schraubfilter, ND Filter und Verlaufsfilter.

Rollei

Ich selbst habe keine Erfahrung mit Filtern oder dem Filterhalter von Rollei. Aber ich lese natürlich auch häufig in Foren mit. Zu Rollei ist zu sagen, dass Rollei kein Hersteller ist. Die ehemals bekannte Marke ging zuletzt an das Unternehmen RCP-Technik. Dies ist ein Handelsunternehmen. D.h. Rollei lässt herstellen bzw. kauft Produkte von einem Hersteller die dann auf die „Marke“ Rollei gelabelt werden. Ihr findet die Produkte also fast immer unter anderem Namen von einem anderen „Hersteller“.

Dies führte vor einiger Zeit zu einigem Ärger…. Rollei kaufte Anfangs den Filterhalter von NiSi zu. Dann verwarfen sich beide Unternehmen (wohl wegen der Konditionen). Der Filterhalter von Rollei (NiSi) wurde wohl in der Zeitschrift Chip als „Gut“ getestet. Plötzlich erhielten Käufer jedoch einen Filterhalter, der nicht dem ursprünglichen Produkt entsprach (Rollei hatte wohl den Lieferanten gewechselt). Lange Rede – kurzer Sinn: Von Rollei würde ich immer abraten da man nie weiß, was tatsächlich geliefert wird…. Das ist die Katze im Sack. Rollei ist kein Hersteller!

NiSi

Seit kurzem habe ich Filter von NiSi. Wie kommt es? Wegen dem Tamron 15 – 30 mm f2.8 bin ich auf 150mm umgestiegen da das Objektiv einen speziellen Filterhalter benötigt. Nun habe ich aus verschiedenen Gründen einen Systemwechsel zu Sony vollzogen. Die Hintergründe dazu in diesem Blogbeitrag. Bei spiegellosen Kameras lassen sich die Objektive anders konstruieren. Selbst bei Ultra-Weitwinkelobjektiven lassen sich normale Filter aufschrauben. Daher bin ich wieder zurück auf 100mm Filter. Da ich fast alle meine 100mm verkauft und verschenkt hatte, stand ich am Anfang und der Frage „was jetzt?“.  Da ich ja experimentierfreudig bin, habe ich das Filtersystem von NiSi als Starterkit bestellt. Die Filter sind aus mineralischem Glas und haben auf beiden Seiten eine Nano-Beschichtung, welche Wasser abperlen lässt. Einen detaillierten Bericht findet ihr hier.

Welches Material ist besser?

Mineralisches Glas und organisches Glas haben beide Vor- und Nachteile. Mineralisches (anorganisches) Glas ist etwas kratzfester. Dafür ist es bruchempfindlicher. Organisches Glas ist weniger bruchempfindlich. Außerdem dringt aufgrund des Materials die Beschichtung etwas in das Material ein. Laut Schott hat organisches Glas den Nachteil, dass es nicht so UV-stabil ist.

Vignettierung

Ein weiteres Thema ist die Vignettierung – gerade am Ultraweitwinkel-Objektiv. Hier muss man unterscheiden zwischen durchgefärbten Graufiltern und beschichteten Graufiltern. Durchgefärbte Graufilter sind wie braunes oder grünes Glas. Das Material wird mit einen „Farbstoff“ vermischt. Der Nachteil ist hier die Vignettierung da das Licht am Rand einen längeren Weg durch den Filter hat, als in der Bildmitte.

Bei beschichteten ND-Filtern ist die Oberfläche des Materials mit einem lichtreflektierendem Material beschichtet. Zu erkennen ist dies durch schräges Halten des Filters. Verfärbt sich die Reflektion Richtung Blau oder Grün, ist dieser beschichtet. Der Vorteil: Der Filter vignettiert nicht, weil nicht der oben beschriebene Nachteil des längeren Strahlenwegs vorhanden ist. Der Nachteil: In den Ecken kann es zu Farbverschiebungen kommen. Letztendlich muss man entscheiden, welches das kleinere Übel ist.

Fazit

Das Angebot ist kräftig gewachsen was es schwerer macht, die Übersicht zu bewahren. Interessant ist, das viele in Foren immer meinen, Glas wäre Glas. Organisches Glas (CR39) ist im Prinzip ein Kunststoff (siehe auch Infoseite von ZEISS). Nach meiner bisherigen Recherche ist Haida der einzige Hersteller, der „echtes“ Glas (SIO2) verwendet (und LEE bei zwei ND Filtern). Aber mineralisches Glas muss nicht immer ein Vorteil sein… Es ist sicher bruchempfindlicher als Kunststoff. Ein weiterer Nachteil, den ich oft lese: Die Beschichtung kann bei mineralischem Glas nur aufgetragen werden. Bei optischem Glas dringt die Beschichtung etwas in das Material ein. Dadurch hält sie in der Regel länger.

Wer in das Thema Steckfilter einsteigen möchte, sollte zwei Dinge voneinander trennen: Filterhalter und Filter. Nach meinen bisherigen Erfahrungen sind die Filter z.B. beim 100mm System austauschbar. Wer sich für ein System wie dem 84,5mm System von 84dot5 entscheidet, ist später in der weiteren Auswahl an einen Hersteller gebunden. Ebenso wäre es beim seven5 System von LEE.

Wenn man nicht gerade das Nikon 14 – 24mm/f2.8 hat, dann sollte einem auf jeden Fall ein 100mm System reichen. Damit hat man auch die größte Auswahl an Filtern. Ob man nun den Filterhalter von LEE, Hitech, NiSi oder Cokin verwendet, denke ich, ist nicht so relevant. Ggf. kann es noch relevant sein, ob man den Polfilter in den Halter schrauben kann. Hier sollte man auch den Preis für den Polfilter betrachten.

Die Filter aus UK sind derzeit wegen des schwachen Euro bzw. des starken Pfund relativ teuer.

Wer günstig, aber doch relativ zufrieden einsteigen möchte, sollte sich die Grauverlaufsfilter von 84dot5 ansehen. Bei den ND Filtern sollte man NiSi und Haida auf jeden Fall anschauen.

Wer die höchsten Ansprüche bezügl. Farbtreue hat, wird früher oder später wahrscheinlich bei Lensinghouse landen.

Hier das noch einmal als Tabelle. Alles Preisangaben ca. – ich habe eben mal schnell gesucht. Es kann natürlich sein, dass ein Händler eine Marke oder einen Filter deutlich günstiger verkauft.

Hersteller Preis 0.9 ND Preis 0.6 GND Resin CR39 min. Glas
Cokin 20 Euro 65 Euro   X  
Cokin NUANCES   160 Euro     X
NiSi 153 Euro 158 Euro     X
Formatt Hitech Standard 46 Euro 55 Euro X    
Formatt Hitech Firecrest 120 Euro 110 Euro   X  
Haida 90 Euro 110 Euro     X
84dot5   50 Euro   X  
LEE Filters 150 Euro 150 Euro X   X
Lensinghouse 180 Euro 200 Euro   X  

Wer meint, das wären alle Marken bzw. Hersteller sieht sich getäuscht 🙂 Es gibt noch ein paar Marken aus USA wie Tiffen, Singh Ray und andere (Kase, Rollei,,….). Aber die sind wohl für Europa weniger ein Thema. Dazu gibt es Marken die von einem der oben genannten Hersteller nur unter einem anderen Label auf dem Markt sind.

Wer sich wundert, warum so ein Stück „Plastik“ oder Kunstglas teilweise so teuer ist, dem empfehle ich das schon etwas ältere Video von Mike Brown. Es zeigt die Herstellung der LEE Filter und das eben vieles davon Handarbeit ist.

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https://www.youtube.com/watch?v=lMu_m203YaY

Habt ihr auch schon Erfahrungen gesammelt? Welches sind eure Erfahrungen mit den unterschiedlichen Herstellern?

 

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7 Gedanken zu „Graufilter / Grauverlaufsfilter – eine aktuelle Übersicht“

  1. Besten Dank für diese sehr gute Übersicht. Allerdings finde ich die Bezeichnung „deutscher Hersteller“ bei Lensinghouse etwas irreführend – laut Lensinghouse werden deren Filter in Asien produziert.

    Antworten
    • Vielen Dank. Ja, die Filter werden in Asien produziert. Aber es ist praktisch wie mit der bekannten Sportmarke mit den drei Streifen…. Die produzieren auch nicht in Deutschland. Als asiatische Marke wollte ich jetzt Lensinghouse auch nicht bezeichnen 😉

      Antworten
  2. Hallo, ich versuche mich gerade irgendwie kundig zu machen, was ich nun kaufen soll. Ich höre das Steckfilter die besseren seien und die aus Glas, da sie nicht so zerkratzen wie die aus Kunststoff. Filter hier kaufen, Halter dort kaufen ist wohl nicht ratsam, da das eckige Glas rausfliegen könnte.
    Ich habe das Nikon 10-24mm. Also geht Halter von 100mm nicht? Ich blicke noch nicht ganz durch.
    Ein Fotograf bietet auch Steckfilter und Halterung an, aber da ist man mit ein paar hundert Euros auch dran. Dabei ist nur ein Filter… Ich blicke nicht durch, welchen Filter man kauft für was.
    Wie kann man sich weiter erkundigen ohne Fehlkauf? Oder kannst du helfen?

    Antworten
    • Für das Nikon 10 – 24 mm brauchst du einen speziellen Filterhalter da das Objektiv auch kein Frontgewinde hat. Es gibt den Halter von Haida, der recht gut ist. Ich habe den gleichen Halter für das Tamron 15- 30 mm. Die ND Filter von Haida (150 mm) sind auch ganz gut. Diese verwende ich selbst. Falls du mit Verlaufsfiltern beginnen möchtest, kann ich auch die Filter von LEE empfehlen. Nebenbei: ist das Nikon nicht 14 – 24 mm?

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  3. Hallo Thomas,

    schöner Beitrag und die Sache mit Rollei war super zu erfahren! Das mit der stärkeren Vignettierung von durchgefärbten Filtern stimmt so allerdings leider nicht. Die Dicke ist rein aus geometrischen Gründen egal, da bei senkrechtem (kürzestem) Durchlaufen der Filter bei beiden Varianten dieselbe Transmission entstehen muss. Auch wenn der Weg bei beschichteten Filtern absolut gesehen kürzer ist, ist der relative Wegunterschied (Rand-Mitte) zum durchgefärbten Filter derselbe. Der Unterschied bei der Vignettierung entsteht durch die Verwendung von unterschiedlichen Absorbtionsmaterialen. Umso höher der Brechungsindex des eingefärbten Materials ist, desto kürzer (steiler) ist der Weg durch das Material am Rand (Fresnel´sche Brechung). Da das Absorbtionsmaterial bei durchgefärbten Filtern durch das Filtermaterial vorgegeben wird, ist es leichter ein Material mit hohem Brechungsindex (stärkere Brechung) dünn aufzubringen.

    Vll. willst du das ja noch ändern, da du dir schon beim Erstellen die Mühe gemacht hast darauf einzugehen 🙂

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    • Hallo Lucas, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mir mal eben die Fresnelsche Formeln angesehen – ohne sie zu verstehen 🙂 Ich kann deshalb dazu auch keine Stellung beziehen. Generell fällt es auf, dass durchgefärbte Filter eine stärkere Vignettierung haben, als solche mit einer oberflächlich angebrachten Beschichtung. Wenn ich deinen Kommentar richtig verstehe, würdest du das nur auf unterschiedliche Materialien zurückführen?

      Antworten
      • Hallo Thomas,

        ja, es kommt auf die Brechzahl des eingefärbten Mediums an. Bei durchgefärbten Filtern ist zwar der Weg des Lichtes durch die Schicht länger, die Transmission(Abdunkelung) bleibt allerdings die gleiche wie bei Beschichteten! (wenn die Materialien dieselbe Brechzahl besitzen). Je höher die Brechzahl des absorbierenden Mediums ist, umso kürzer wird der Weg des schräg einfallenden Lichtes durch diese Schicht.

        Ich habe dir kurz ein Bild zur Verdeutlichung herausgesucht. Je größer der Brechungsindex des Glases /absorbierenden Materials (n2) wird, desto kleiner wird der Winkel β => der Weg durchs Medium wird kürzer 🙂
        http://www.sdphysics.net/Physik-HAKB/images/brechung4.gif

        Manche Hersteller vergüten zudem zusätzlich ihre Filter, was den selben positiven Effekt wie bei Objektiven bewirkt.

        Antworten

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