Faroe Islands – Teil 1

Zurück. Nach acht Tagen auf den Färoer Islands bin ich wieder zu Hause. Ich hatte ja meinen Reiseblog geschrieben. Trotzdem möchte ich hier (teilweise ausführlicher) über diese Fotoreise berichten. Während mein Reiseblog eher allgemein gehalten war, wird es hier mehr um die Fotografie gehen.

Zur Reise

Ich hatte die Reise lange geplant. Meinen Mitreisenden gab ich die Empfehlung, einen Reisepass mitzunehmen. Ich selbst habe mich auf die Infos der offiziellen Touristikseite der Faroe Islands und aus einem Färöer-Forum verlassen wonach eine ID-Karte (Personalausweis) ausreichend ist. Umso verärgerter war ich, als mir am Flughafen in Zürich Kloten die Reise verweigert wurde. Mein Fazit: Am Flughafen Zürich arbeiten ein Haufen von Paragraphenreitern für SAS (kommt noch weiteres dazu, was dieses „Team“ geboten hat). Aber lassen wir das. Auf jeden Fall werde ich nie mehr wieder mit SAS fliegen (auf dem Rückflug gab es dann auch noch einen technischen Defekt) und nach Möglichkeit nicht mehr von Zürich. Mit 2 1/2 Tagen Verspätung (dann vom Flughafen Stuttgart) erreichte ich schließlich die Färöer Inseln.

Am Tag meiner Ankunft regnete es pausenlaus. Insgesamt hatten wir nicht so ganz viel Glück mit dem Wetter. Aber so ist das eben: Wenn man eine Reise langfristig plant, muss man das Wetter nehmen wie es kommt. Wir besorgten deshalb an diesem Tag noch ein paar Lebensmittel und planten den nächsten Tag.

Zweiter Tag

Für den Tag war gutes Wetter angesagt, weshalb wir die Tour zur Landspitze bei Sørvágur machten. Die Idee zu dieser Tour hatten wir in einem Youtube Video gefunden. Man muss dazu sagen, dass es auf den Färöer Inseln praktisch keine Wanderwege gibt. Es gibt zwar eine Art Wanderführer von Alexander Wachter und auch ein Magazin mit Wanderungen von Visit Faroe (auch auf Deutsch), aber die Wege sind in der Regel Schafspfade die sich auch einmal im „Nichts“ verlieren. Die Touren im Führer von Wachter sind oft nicht als Rundwege ausgelegt. D.h. man muss dann schauen, wie man wieder zurückkommt.

Anfangs ging es auf der Tour noch recht gemütlich an zwei Hütten und einem Wasserfall vorbei. Erste Gelegenheit für eine Langzeitbelichtung. Doch dann wurde das Gelände zum Meer steiler und wir mussten uns den besten Weg suchen. An der Kuppe vor der letzten Erhebung blieb meine Tochter zurück. Ihr was das Gelände dann zu steil. Von dort waren es noch 45 Minuten zur Landspitze. Die Tour hatte sich auf jeden Fall gelohnt, denn von hier hatten wir einen einmaligen Blick auf den vorgelagerten Felsen Drangarnir.

Insbesondere mit den Wellen ergaben sich so tolle Fotomotive.

Zurück an der Kuppe war eine ältere Familie aus England dort und fragte gleich danach, wie der Weg zu gehen wäre. Ich gab meine Eindrücke weiter. Es geht, aber man sollte trittsicher sein. Der Mann wollte nicht gehen, die beiden Frauen schon. Schließlich gingen sie dann den Weg – in Schuhen die Gummistiefeln recht ähnlich sahen…

Nach einer kurzen Pause in der Wohnung ging es einmal kurz zum Wasserfall Mulafossur. Bis 2006 galt die darüber liegende Ortschaft Gásadalur als isoliertester Ort Europas. Bis dahin war der Ort nur zu Fuß über eine Bergkuppe oder mit dem Hubschrauber erreichbar.  Auch dieser Fotospot ist erst seit der Tunneleröffnung leicht zu erreichen.

Vom Spot führt eine sehr steile Treppe hinunter ans Meer. Allerdings ist das Geländer verrottet. Die Treppe und das Geländer stammen aus dem 2. Weltkrieg – die Britten hatten sie gebaut. Leider hatten wir nicht so viel Glück mit dem Licht. Aber auch so ist es ein einmaliges Motiv.

DritterTag

Wieder schlechtes Wetter. Meine Tochter Anna entwickelte sich allerdings inzwischen zum Wetterfrosch. Für den Nachmittag sagte sie eine Regenpause voraus. Zeit genug, um die Tour am Leitisvatn und zum Wasserfall Bøsdalafossur zu machen. Der See liegt etwa 40 Meter über dem Meeresspiegel. Am Ende stürzt er als Wasserfall ins Meer.

Hier gibt es so etwas ähnliches wie einen Weg. Teilweise sogar mit Schotter aufgefüllt wegen dem Matsch bei Regenwetter (wie heute). Gegen Ende kann man hinauf gehen ans Cliff. Die Felsen stürzen etwa 150 Meter nahezu senkrecht ins Meer. Ein einmaliges Motiv – unten das Meer mit dem Cliff und dahinter der See.

Vom Cliff ging es dann hinunter zum Wasserfall. Von oben ist er nur schwer einzusehen. Trotzdem gibt es den einen oder anderen guten Spot. Besonders imposant an diesem Tag waren die Wellen die teilweise über 30 Meter hoch an die Felsen klatschten.

Hier geht es zum zweiten Teil.

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